Begegnungsreise Äthiopien zur Städtepartnerschaft Gotha - Adua

Reisebericht von Pfarrer Hanfried Victor

Link zur Reise

 

Tabarz, 19.02.2017

Liebe Freunde, Verehrte Honoratioren,

 

tief beeindruckt vom Land Äthiopien und den vielen herzlichen Begegnungen sind wir am Montag dieser Woche wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Das Ludwigsburger Reiseunternehmen kulTours.Reisen hatte uns alles bestens und liebevoll vorbereitet und organisert. So waren es zehn sehr bewegende und eindrückliche Tage in Ihrem Land am Horn von Afrika. Unser Freund Teketayi Abebe aus Addis Abeba war uns während dieser ganzen Zeit ein getreuer, sehr einfühlsamer und hilfreicher Begleiter. Er zeigte uns die Felsenkirchen in Lalibela, die Ausgrabungen in Yeha, die Heilige Stadt Axum, die Wasserfälle des Blauen Nil und einige Klosterkirchen auf dem Tannasee. So haben wir durch ihn einen ersten Überblick über Äthiopiens Norden und seine reiche Geschichte bekommen.

 

Das Treffen mit PfarrerinA.J. von der Evangelischen Gemeinde Deutscher Sprache in Äthiopien in Addis Abeba war ein sehr hilfreicher Erstkontakt für viele unserer Gruppe mit dem Land Äthiopien. Sie gab uns einen guten Einblick in die örtlichen Verhältnisse und zum Schluss auch noch den Reisesegen. – Wir ließen viele Adventskerzen und auch Tulpenzwiebeln dort und sind gespannt, ob sie wachsen und blühen werden..

 

Unser Hauptziel war es ja, die neue Städtepartnerschaft zwischen dem thüringischen Gotha und dem tigraiyischen Adua zu festigen und zu vertiefen.

 

So hat es uns sehr gefreut von Vertretern der Landesregierung in Mekele empfangen worden zu sein: dem Landtags-Vizepräsident Rufael S. , dem Leiter der Stadtentwicklung Atakilti G.  und seinem Referenten Goitom G. A.. Eine besondere Ehre war es, dass auch die Landtagspräsidentin, Frau Dr. Kidsan N. für uns Zeit und gute und ermitigende Worte fand.

 

Eine kurze Stippvisite legten wir auch noch in der Universität von Mekele ein. Prof. Wolbert S., der sich bisher ja schon sehr um diese Städtepartnerschaft verdient gemacht hat, war leider nicht da. Sein Kollege Prof. Peter N. und vor allem Dr. Haderan H. A. boten uns einen guten Einblick in das äthiopische Studienwesen.

 

[  Dr. Haderan H. A. wird im Frühjahr/Sommer 2017 in Erfurt eine Gastprofessur wahrnehmen und dabei auch einmal Gotha besuchen.

In Adua begegneten wir der neuen Stellvertretenden BürgermeisterinMebrat Y., einigen Stadträten und Mitgliedern des neu gegründeten Gotha-Komitees.      

 

[  Wir haben uns gegenseitig versichert, wie wichtig regelmäßige Kommunikation ist. Die Aduaer versprachen uns alsbald eine Liste mit Namen, Funktionen und E-Mail-Adressen der Mitglieder des Gotha-Komitees zu schicken.

[  Wir hoffen, dass die von uns mitgebrachten Tulpenzwiebeln bald ein blühendes Zeugnis der Freundschaft sind. (Bitte schickt uns Bilder, wenn die Tuplen blühen!)

Der anschließende Besuch in der Primary School von Direktor Mulu T. war ein bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur Schulpartnerschaft mit der Evangelischen Grundschule in Gotha.          

 

[  Wir haben verabredet, dass eine äthiopische Lehrerin für die Kontakte nach Gotha zuständig sein soll und dass auch mindestens halbjährig die Schulkinder Kontakt haben sollen. Gerade der Kontakt zwischen den Schülern in Gotha und Adua soll intensiviert und ausgebaut werden.

Der Besuch des Waisenhauses brachte ein herzliches Wiedersehen mit dem Direktor Abraham G. und seinen Mitarbeitern.               

 

[  Er erzählte uns von der Notwendigkeit einen verlässlichen Partner zu haben, der kontinuierlich unterstützen und helfen kann. Der bisherige griechische Partner habe seine Hilfe leider eingestellt.

Die Begegnung mit der Mekane-Yesus-Church war von besonderer Lebendigkeit geprägt. Mit Pastor Beyene K. verbindet mich ja schon längerer hilfreicher Kontakt und Freundschaft. Leider konnte er nicht anwesend sein. Bruder Jared K., die Diakone, Gemeindeglieder, Kinder und Jugendliche haben ihn aber würdig vertreten und uns sehr herzlich willkommen geheißen.

 

[  Eine Partnerschaft mit einer Gothaer Kirchgemeinde bleibt nach wie vor der Wunsch und eine zu lösende Aufgabe.

Sehr beeindruckt waren wir auch vom Besuch im Krankenhaus von Adua. Wir hörten von den Arbeitsmöglichkeiten und den Zahlenverhältnissen. Wir sahen den Neubau und hoffen, dass er bald fertig gestellt werden kann.

 

[  Wir berichteten, dass der Gothaer GothAdua-Verein Geld für einen Bus für das Krankenhaus sammelt.

[  Der Chefarzt Dr. Kiflon T. erkundigte sich nach Praktikumsplätzen im Gothaer Krankenhaus.

Am Abend lud uns die Gemeinde Adua und das Gotha Komitee noch zu einem gemeinsamen fulminanten Abendessen ein. Es gab herzliche Begegnungen und gute Gespräche.

 

Zu guter Letzt sei auch noch das Wiedersehen mit dem Aduaer Künstler Danial Ahtis genannt. Eins seiner Bilder ist schon die Grundlage für das Logo des GothAdua-Vereins geworden. Nun hat er der Gothaer Evangelischen Grundschule und der Stadt noch einmal zwei weitere wunderbare Bilder geschenkt. Vielen Dank! – Vielleicht gibt es in Zukunft ja mal eine Ausstellung mit seinen Bildern in Gotha!?

 

So ist durch diese erste Gothaer Bürgerreise nach Äthiopien und insbesondre in die Partnerstadt Adua und durch die herzliche Aufnahme in Mekele und in Adua ein weiterer Meilenstein für die Städtepartnerschaft gelegt worden. Wir danken ganz herzlich für alles offene und freundliche Entgegenkommen, für alle Gasfreundschaft, und alle geschwisterliche Nähe. Reich beschenkt sind wir wieder heimgekehrt!

 

Wir werden in Gotha dem Oberbürgermeister, den Mitgliedern der GothAdua-Vereins und auch der Bevölkerung über die Presse von dieser wunderbaren Reise und allen herzlichen Begegnungen berichten.

 

Ihnen/Euch allen ein herzliches "Amaseginalehu", alle guten Wünsche und Gottes Segen,

 

im Namen der ganzen Gruppe, Ihr/Euer Pfarrer Hanfried Victor